Im vergangenen April, mitten im Krieg im Sudan, trafen vier junge Menschen – Nour, David, Mohammed und ein namenloser Freund – die schwierige Entscheidung, nach Ägypten zu fliehen. Ihre Geschichten repräsentieren Millionen von Menschen, die den gleichen Weg in die Sicherheit zurückgelegt haben.
Nour war zunächst durch den Konflikt erschüttert und fühlte sich von Gott im Stich gelassen, da seine Familie und seine Träume ausgelöscht wurden. Seine Familie kam im Krieg ums Leben, der Traum vom akademischen Erfolg zerplatzte und die einzige Möglichkeit schien die Flucht nach Ägypten zu sein. Die in ihrer Heimat verwurzelte Familie der Jungen weigerte sich trotz der Gefahren, das Land zu verlassen. Unbeirrt machten sich die vier Freunde alleine auf den Weg und trugen nur das Nötigste für die Reise. Es kam jedoch zu einer Tragödie, als ihre Gelder gestohlen wurden, sodass sie gefährdet waren und keine Mittel mehr hatten, um Lebensmittel zu kaufen.
Der namenlose vierte Freund, der die harte Realität ihrer Reise nicht ertragen konnte, ist auf tragische Weise verstorben. Sie gaben ihm ein ordnungsgemäßes Begräbnis und markierten seine Ruhestätte mit einem Schild, auf dem er eines Tages zurückkehren sollte. Ihre Ankunft in Kairo brachte kaum Erleichterung, da die Kosten für Verpflegung und Unterkunft hoch waren. Die Freunde suchten eine Anstellung, was sich als Herausforderung erwies. Trotz ihrer schlimmen Umstände hat Gott einen Weg geschaffen.

Die Jungen schöpften erneut Hoffnung, als sie eine großzügige Ägypterin trafen, ein Mitglied des Life In Abundance-Teams. Sie überschüttete sie mit der Liebe Christi – sie bezahlte ihre Miete, richtete ihren Wohnraum mit dem Nötigsten ein und eröffnete ihnen mithilfe der örtlichen Kirche Arbeitsmöglichkeiten.
Die Wirkung ihrer Gesten war tiefgreifend. Sie verfügen nun über die notwendigen Mittel, um für sich selbst zu sorgen und Kontakt zu ihren Familien im Sudan aufzunehmen. Davids Familie schloss sich ihnen in Ägypten an und brachte Nours Universitätsunterlagen mit, die ihm den Weg ebneten, sein Studium an der Universität Kairo fortzusetzen. Die Ägypterin repräsentierte für diese jungen Männer wirklich Christus, da sie in ihren dunkelsten Stunden ein Symbol der Hoffnung und Güte war.






